Touristische Marketingplanung:

Tourismuspolitik und Entwicklungskonzepte

 

LV 1115 - K5 / VK6

im SS 2008 betreut von Christian Piller und Amata Ring

Beginn am 14. März 2008

Anmeldung ab 20. Februar 2008

LV im Vorlesungsverzeichnis


 

 

Achtung!! Diese Seite dient vor allem der Information VOR der Entscheidung, an diesem Kurs teilzunehmen. Alle genaueren Informationen, die Sie betreffen, wenn Sie für den Kurs angemeldet sind, entnehmen Sie bitte dem learn@wu - System!

 

 

Lehrziel und Inhalte

Touristische Marketingplanung versteht sich in der Praxis als strategische Überlegung, wie einerseits die verfügbaren Ressourcen und Instrumente des Marketing-Mix optimal eingesetzt werden können und andererseits wie durch Kreativität das vorhandene Angebot optimiert bzw. ergänzt werden kann. Ausfluss und Ergebnis der Marketingplanung ist in der Regel ein Marketingkonzept.

Mit diesen Prozessen im Tourismusmarketing beschäftigt sich das Seminar und das Ziel der Lehrveranstaltung soll  es sein, Basiswissen über die Gestaltungselemente im Marketing und zwar mit Fokus auf Marketingplanung und Angebotsentwicklung zu liefern. Anhand von Beispielen aus der touristischen Praxis soll den Studierenden ein Einblick in die aktuellen Trends der Marketingplanung und Produktentwicklung ermöglicht werden. Außerdem werden die Grundprinzipien für die Erstellung eines dem Planungsprozess folgenden Marketingkonzeptes vermittelt.

Zu diesem Zweck wird im Seminar auf das touristische Marketing und seine speziellen Facetten und auf seine wesentlichen Instrumente eingegangen. Schwerpunktmäßig wird die Marketingplanung und Angebotsentwicklung aus dem Blickwinkel von Tourismusverbänden und –organisationen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene, d.h. das Marketing von Destinationen, beleuchtet. Dabei werden die Rahmenbedingungen für eine Erfolg versprechende Marketingplanung als Vorstufe zu einem Marketingkonzept erörtert und Planungs- bzw. Marketinginstrumente wie Marktforschung, Marktbeobachtung oder touristische Kommunikationspolitik und Leitbilderstellung dargestellt. Auch auf die Faktoren bzw. Instrumente, welche bei der Angebotsentwicklung eine wichtige Rolle spielen, wird eingegangen: das politische und institutionelle Umfeld, Konkurrenzsituation, Angebotsvor- und -nachteile einer Destination, touristische Entwicklungspotenziale, Stärke-Schwäche-Analysen…etc.

Der Unterricht wird neben dem Vortrag notwendiger theoretischer Grundlagen auch praxisorientiert sein, d.h. es werden mit den Studierenden bestehende Marketingkonzepte bzw. Beispiele aus der Angebotsentwicklung im Detail untersucht und analysiert, um schließlich selbst ein Marketingkonzept bzw. ein Entwicklungskonzept für eine touristische Destination zu entwickeln.

Das Generalthema für diesen praxisorientierten Teil der Lehrveranstaltung: Städtetourismus

Gefragt ist vor allem die Kreativität der Studenten. Daneben wird ein gewisses Maß an (Internet-) Recherche notwendig sein.

Das von der Lehrveranstaltung angepeilte Ziel wird dann erreicht sein, wenn die Studenten nach dem Semester in der Lage sind, eine touristische Marketingplanung unter Berücksichtigung von Entwicklungspotenzialen zu skizzieren, mit deren Ergebnissen es möglich ist, ein Marketingkonzept in seinen Grundzügen auszuformulieren.

Generalthema: Städtetourismus
 

Aufgaben

Das Seminar hat unter anderem das Ziel, die vermittelten theoretischen Grundlagen an Hand von praktischen Beispielen zu vertiefen, um so das erlernte Wissen zu festigen. Dazu werden von den Studierenden zwei aufeinander aufbauende Arbeiten erstellt:

  • Erstellung einer Angebotsanalyse nach Gesichtspunkten eines Stärken-Schwächen-Profils. (Bettenstruktur in der Hotellerie, Gastronomie, Sehenswürdigkeiten, Museen und Attraktionen, Freizeiteinrichtungen und Sportstätten, Kultur und Brauchtumsveranstaltungen, Events, Einkaufsmöglichkeiten, Verkehrsinfrastruktur, Anbindung an internationale Reiserouten, Alleinstellungsmerkmale, Reaktion auf aktuelle Trends…), inklusive Herausfinden von Entwicklungspotenzialen in den Bereichen: Infrastruktur (Verkehr, Straßen, Parkplätze, Shoppingmöglichkeiten, Tagungseinrichtungen…), Kulturangebot, Vermarktung, Werbemittel, Internet, Hotellerie, Gastronomie, Gästestruktur und Zielgruppen, Tourismusbürostruktur, Angebotsgruppierungen, Entwicklung von Kernkompetenz und USPs, Kooperationen, Events….

  • Erarbeitung eines Marketingkonzeptes in seinen Grundzügen (logisch auf die vorangegangen Analyse aufgebaut)

     

Termine

 

Datum,  
Ort, Uhrzeit

Themenübersicht,
Stichworte zum Inhalt

Literatur

folgt in Kürze

14. März 2008
S 2.27 (B)
10.00-14.00

  • Vorbesprechung und Erläuterung der Arbeitsweise.

  • Aufgabenverteilung für die zu erarbeitenden Projekte (Angebotsanalysen und Marketingkonzepte)

  • Allgemeines über Destinationsmarketing

  • Elemente des Marketing-Mix mit Produkt- bzw. Angebotspolitik im Tourismus als Schwerpunkt

 
11. April 2008
S 2.27 (B)
10.00-14.00
  • 1. Kurztest

  • Aktuelle touristische Trends und ihr Einfluss auf die Angebotspolitik

  • Marktforschung, Analysemethoden und Elemente touristischer Angebotsanalysen

  • Tourismuspolitik

 
16. Mai 2008
S 2.27 (B)
10.00-14.00
Zwischenpräsentation: Ergebnisse der Angebotsanalyse  
6. Juni 2008
S 2.27 (B)
10.00-14.00
  • Touristische Entwicklungspotenziale

  • Marketingplanung

  • Aufbau eines Marketingkonzepts

  • Präsentation von Beispielen aus der touristischen Praxis

 
20. Juni 2008
S 2.27 (B)
10.00-11.30
2. Kurztest
27. Juni 2008
S 2.27 (B)
10.00-14.00
Abschlusspräsentation: Marketingkonzepte

 


wichtige Info:
Die Kommunikation mit den Lehrveranstaltungsleitern sowie die Abgabe der Arbeiten wird über das learn@wu-System geführt. Näheres dazu in der ersten Einheit.

Arbeitsbelastung

Die Seminare bestehen aus Einführungsvorträgen in die Thematik sowie aus Diskussionseinheiten über Beispiele von Entwicklungskonzepten und Marketingkonzepten an Hand von Angebotsanalysen, Entwicklungskonzepten und Marketingkonzepten aus der Praxis, die gemeinsam analysiert und beurteilt werden. Neben den Seminareinheiten sollten die Studentinnen und Studenten noch das gleiche Zeitbudget für das Literaturstudium und die Fertigung der Arbeiten (Angebotsanalysen und Marketingkonzepte) ansetzen. Den Studierenden wird ein Skriptum mit den wesentlichen Seminarinhalten zur Verfügung gestellt.

Für die Projektarbeiten ist es möglich, dass die Studierenden Teams von bis zu drei Leuten bilden, die gemeinsam die Aufgaben erarbeiten.

Zum Zwischenpräsentationstermin müssen die Studierenden eine Angebotsanalyse für die von ihr zu bearbeitende Destination (touristische Infrastruktur, Gästestruktur, Konkurrenzsituation, Urlaubsangebote, Stärken-Schwächen-Analyse usw. (siehe auch oben "Aufgaben") vorlegen können. In der Schlusspräsentation soll ein Marketingkonzept in Grundzügen mit kreativen angebotspolitischen Ansätzen für ein Erfolg versprechendes Destinationsmarketing präsentiert werden.

Literatur

Ist zu den Sekretariatsöffnungszeiten am Institut erhältlich (ab 5. März 2008)

Empfohlene zusätzliche Literatur: Bieger, Thomas (2002). Management von Destinationen. 5. Auflage. (oder neuere Auflagen)

Anwesenheit und Beurteilung

Das Lehrveranstaltungsprogramm hat den vorrangigen Zweck, die aktive Mitarbeit, Teamarbeit und das Learning by Doing zu fördern.

Absenzen von einer Lehrveranstaltungseinheit sind zulässig; sie befreien aber nicht von der Verpflichtung, die in diesen Terminen vorgesehenen Inhalte zu erarbeiten. Ein Nachbringen von Leistungen ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Von allen HörerInnen wird erwartet, dass sie zu den jeweiligen Veranstaltungen gründlich vorbereitet sind. Dazu zählt das Durcharbeiten der Literatur, die Überprüfung des Verständnisses anhand allfälliger Kontrollfragen, die Lösung von Übungs- oder Fallbeispielen und die präsentationsreife Aufbereitung dieser Inhalte.

Zur Beurteilung werden folgende Bausteine herangezogen:

  • Mitarbeit

  • zwei Kurztests

  • Präsentation der Angebotsanalyse

  • Präsentation des Marketingkonzepts

Alle Bausteine gehen zu gleichen Teilen in die Endnote ein. Notenschlüssel: ab 60%: genügend, ab 70%: befriedigend, ab 80%: gut, ab 90%: sehr gut

 

 

Latest update: 2008-10-03 by Amata Ring